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Bao-Schmetterling: Leben für eine kurze Liebe. Atlaspfauenauge Attacus atlas)

Begonnen von Admin, Mär 30, 2026, 15:26

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Admin

Bao-Schmetterling: Leben für eine kurze Liebe. Atlaspfauenauge (Attacus atlas).

Hallo Liebhaber der ungewöhnlichen irdischen Fauna. Heute haben wir eine Episode über einen erstaunlichen Schmetterling, eine Art Affenbrotbaum im Schmetterlingsreich. Es ist so groß, dass man kaum an seine Existenz glauben kann.

Wenn Sie also noch nicht damit vertraut sind, treffen Sie den Atlas-Pfauenauge (Attacus atlas), einen der größten Schmetterlinge der Welt. Bei korrekter Rekonstruktion (wenn die Unterkante des oberen Flügelpaares senkrecht zum Körper steht) beträgt seine maximale Flügelspannweite vierundzwanzigeinhalb Zentimeter.

In diesem Indikator können nur wenige Schmetterlinge mit ihm mithalten. Auch seine Flügelfläche ist mit einhundertdreiundsechzig Quadratzentimetern eine der größten der Welt.

Gleichzeitig frisst dieser Schmetterling überhaupt nicht. Isst überhaupt nicht. Dieses Phänomen wird in der Biologie als Aphagie bezeichnet. Wie kommt sie zu einer solchen Größe?

Es ist alles eine Frage der Begriffsverwirrung. Tatsächlich kann man nicht sagen, dass es diesen Schmetterling nicht gibt. Der Imago (ein erwachsenes Individuum, das wir früher ,,Schmetterling" nannten) nimmt keine Nahrung zu sich.

Die Larve, die wir normalerweise Raupe nennen, frisst wie verrückt und speichert Fett, mit dem sie überleben kann, wenn sie ausgewachsen ist (wenn wir das nur könnten!). Anschließend spinnt sie einen Kokon aus brauner Seide, aus dem Fäden hergestellt werden können.

Wenn Erwachsene geboren werden, leben sie bis zu zwei Wochen und nutzen ihre Fettreserven. Deshalb bewegen sie sich nicht gern, sie sparen Energie. Weibchen brauchen mehr Energie: Schließlich müssen sie noch Eier produzieren. Deshalb sitzt sie in der Nähe des Kokons und fliegt nirgendwohin und verstreut Pheromone, wenn der Wind weht.

Männer verfügen über Chemorezeptoren, die in einer Entfernung von einigen Kilometern nur wenige Moleküle der Pheromone ihrer zukünftigen Leidenschaft wahrnehmen können. Ohne Mühe und angesammeltes Fett zu verschwenden, fliegt er auf den Flügeln der Liebe zu seinem Schatz.

Nach einem kurzen (und hoffentlich süßen!) Liebesakt werden die Jungen getrennt, woraufhin sie sterben, entweder aus Sehnsucht nach einander oder aus Hunger. Aber höchstwahrscheinlich kommt der zweite schneller.