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Seeschaf: halb Pflanze, halb Tier. Costasiella kuroshimae

Begonnen von Admin, Mär 27, 2026, 16:31

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Admin

Seeschaf: halb Pflanze, halb Tier. (Costasiella kuroshimae).

Hallo Liebhaber ungewöhnlicher Weltraumfauna. Heute haben wir einen besonderen Gast. Besonders süß würde ich sagen. Es sieht so aus, als ob ein Künstler die Aufgabe hätte, eine Zeichentrickfigur zu zeichnen – ein Schaf, aber auf einem vom Meer bedeckten Planeten.

Lernen Sie also das ,,Seeschaf" (Costasiella kuroshimae) kennen, das Wissenschaftler vor relativ kurzer Zeit vor der Küste der japanischen Insel Kuroshima entdeckt haben. Nun, wirklich, wo sonst könnte so ein süßes Geschöpf geboren werden, wenn nicht in dem Land, das der Welt Anime geschenkt hat? Es kann jedoch auch umgekehrt sein – die Japaner zeichnen Anime, weil ihre Meere von solchen süßen Tieren bevölkert sind, von denen das Seeschaf nicht die einzige Figur ist, die das Weltmimemeter aus den Fugen geraten lässt.

Aus wissenschaftlicher Sicht handelt es sich bei diesem Lebewesen um eine Molluske, genauer gesagt um eine Meeresschnecke. Einfach gesagt - eine Schneckenschnecke, aber ohne Schale.

Sie haben wahrscheinlich die Wucherungen am Körper dieser erstaunlichen Kreatur bemerkt, die ihr tatsächlich eine Ähnlichkeit mit einem grünen Schaf verleihen.

Diese Auswüchse werden Papillome genannt (nicht zu verwechseln mit Papillomen!) und kommen häufig bei Meeresschnecken vor. Ich habe bereits darüber gesprochen, dass einige räuberische Arten dieser Mollusken in der Lage sind, giftige Polypen zu fressen und Nesselzellen in ihren Papillen anzusammeln.

Das Seeschaf ist, wie es sich für Schafe gehört, pflanzenfressend. Genauer gesagt ist es sogar algenfressend. Daher reichert es kein Gift, sondern Chloroplasten an. Deshalb ist ihr ,,Fell" grün.

Diese Anpassung ermöglicht es der Molluske, durch Photosynthese zusätzliche Energie zu gewinnen, von der sie mehr als eine Woche leben kann! Wenn wir es mit einem Auto vergleichen, handelt es sich um ein Auto mit einem Hybridmotor, der beide Arten der Energieerzeugung kombiniert: pflanzliche und tierische.