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Titel: Opabinia: fünf Augen und ein Manipulatorrüssel. Diese Kreatur wurde in Kanada ge
Beitrag von: Admin in Apr 06, 2026, 15:16
Opabinia: fünf Augen und ein Manipulatorrüssel. Diese Kreatur wurde in Kanada gefunden.

Hallo Liebhaber ungewöhnlicher Weltraumfauna. Um unseren heutigen Helden kennenzulernen, müssen wir nicht nur auf die ferne Erde zurückreisen, sondern auch eine halbe Milliarde Jahre in die Vergangenheit, in das Kambrium des Paläozoikums, eine der interessantesten Perioden in der Entwicklung des Lebens auf der Erde.

Glücklicherweise verfügt unser Kreuzfahrtschiff nicht nur über Hyperleichttriebwerke, sondern auch über eine Zeitmaschine. Also schnallen wir uns an und fliegen einer weiteren erstaunlichen Kreatur entgegen.

Diese Kreatur wurde im Burgess Shale gefunden, einer ziemlich berühmten paläontologischen Stätte in Kanada. Und bisher ist es die einzige Art ihrer Art.

Sie nannten es Opabinia, zu Ehren des Opabin-Passes, in dessen Nähe das erste Fossil gefunden wurde. Das Tier sah so seltsam aus, dass es bei der Präsentation der Rekonstruktion auf einem Paläontologie-Symposium für Gelächter sorgte.

Der Arthropode sah aus, als wäre er von einem Computerspieldesigner gezeichnet worden, der versuchte, eine Kreatur zu erschaffen, die so seltsam und fremdartig wie möglich aussah.

Diese Kreatur weist zwei Besonderheiten auf. Erstens hat er fünf Augen. Zwei schauten nach vorne und zur Seite, zwei schauten nach oben und zur Seite und einer schaute gerade nach oben. Es war erstaunlich, wie ein so kleines Gehirn, das Opabinia besaß, die Informationen von fünf Augen gleichzeitig verarbeiten und synchronisieren konnte.

Zweitens hat Opabinia einen Rumpf, der in einem Greifmechanismus endet. Im Internet wird oft fälschlicherweise geschrieben, dass sich am Ende des Kofferraums ein Mund befände, was nicht ganz stimmt. Der Mund befand sich auf dem Kopf unter dem Rumpf.

Es ist nicht sicher bekannt, welches Leben Opabinia führte – ob es in der Wassersäule schwamm oder am Boden entlang kroch, da der flexible, segmentierte Körper beide Möglichkeiten nicht ausschließt.

Bisher wurden nur ein paar Dutzend Exemplare gefunden, und nicht alle sind gut erhalten. Daher besteht die Möglichkeit, dass spätere Wissenschaftler weitere erhaltene Exemplare in die Hände bekommen und Opabinia uns alle seine Geheimnisse preisgibt.