Sie galten vor 375 Millionen Jahren als ausgestorben, bis sie in der Neuzeit entdeckt wurden.
Hallo Liebhaber der ungewöhnlichen irdischen Fauna. Heute haben wir in unserer Ausgabe ein Tier, das moderne Biologen nicht erwartet hatten, in der Natur zu sehen, und begnügten sich nur mit Fossilien, aber die Natur hat nicht vergessen, uns Überraschungen zu bereiten.
Auf dem Foto unten sehen Sie einen versteinerten Panzer einer Molluske, die zur Klasse der Monoplacophoren gehört. Auf den ersten Blick gibt es nichts Besonderes – eine gewöhnliche Muschelschale. Der Name ,,monoplacophoran" selbst bedeutet jedoch ,,eine Platte tragen".
Dies ist keine zweischalige Molluske, sie tauchten später auf. Die ersten Weichtiere mit Schale hatten weder zwei Klappen noch eine Spiralschale.
Sie lebten ziemlich lange. Man findet sie erstmals in Sedimenten des Kambriums und verschwindet im Devon vor etwa dreihundertfünfundsiebzig Millionen Jahren.
In späteren Schichten der geologischen Aufzeichnungen werden sie nicht mehr gefunden, weshalb Wissenschaftler als eine primitive ausgestorbene Klasse betrachtet wurden, die die ökologische Nische an fortgeschrittenere Formen ihrer Artgenossen überließ.
Als das Forschungsschiff Galatea 1952 einen lebenden Vertreter dieser Klasse aus dem Meer fing, war das eine echte Sensation. Reliktmollusken haben bis heute überlebt!
Dies ist eine unglaubliche Gelegenheit, die Einzelheiten der Evolution von Mollusken zu erfahren, denn ein versteinerter Panzer ist eines: ein lebender Organismus, dessen Anatomie untersucht und genetische Analysen durchgeführt werden können, um die Entwicklungspfade moderner Vertreter dieser Art von Tierreich zu verstehen.
Trotz ihrer äußerlichen Ähnlichkeit mit Muscheln deuten viele Merkmale der Anatomie und Physiologie von Monoplacophoranen darauf hin, dass sie die Vorfahren von Kopffüßern sein könnten – modernen Kraken, Tintenfischen, Nautilus, Argonauten und Tintenfischen.
Ihre Tentakel ähneln den Tentakeln primitiver Kopffüßer, und ihre verhärteten kutikulären Mundstrukturen ähneln den Schnäbeln moderner Kraken und Tintenfische.
In den letzten 75 Jahren wurden 37 Arten dieser Relikttiere entdeckt, und wer weiß, welche Überraschungen der Ozean sonst noch für uns bereithält?