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Titel: Kea: ein Raubpapagei, der in der Kälte lebt und sich künstliche Gliedmaßen herst
Beitrag von: Admin in Mär 27, 2026, 16:23
Kea: ein Raubpapagei, der in der Kälte lebt und sich künstliche Gliedmaßen herstellt.

Über Kea habe ich zum ersten Mal von Gerald Durrell in seinem Buch ,,The Way of the Little Kangaroo" gelesen. Ich war damals überrascht, dass Papageien in der Kälte leben und auch Raubtiere sein können. Das passt nicht zu dem, was wir von diesen Vögeln gewohnt sind – die meisten Menschen assoziieren sie mit aufgeweckten Süßen, die im Dschungel leben und sich von Pflanzensamen ernähren.

Keas können nicht als obligate Raubtiere bezeichnet werden; Sie sind vielmehr Allesfresser, fressen Samen, fressen aber auch tierische Nahrung und jagen Insekten, Schnecken, kleine Säugetiere und die Küken anderer Vögel. Der Schnabel des Keas selbst ähnelt dem eines Falken. Und das ist kein Zufall, aber dazu später mehr...

Kea leben ausschließlich in Neuseeland und sind dort endemisch. Sie haben Intelligenz entwickelt, haben keine Angst vor Menschen und zerstören häufig Autoinnenräume mit offenen Fenstern und Zeltlager, indem sie kleine Gegenstände stehlen. Kea hat kürzlich eine GoPro gestohlen und ein atemberaubendes Selfie-Video aufgenommen. Außerdem ist es uns gelungen, die Kamera zu finden.

Sie wissen auch, wie man Steine ​​als Werkzeuge benutzt. Es ist sogar ein Fall bekannt, bei dem ein verkrüppelter Vogel, der die obere Hälfte seines Schnabels verloren hatte, einen scharfen Kieselstein benutzte und ihn mit der Zunge an den unteren Teil seines Schnabels drückte, um seine Federn zu reinigen.

Keas sind ziemlich groß. Sie sind größer als der Hobbyfalke und etwas kleiner als der Wanderfalke und erreichen ein Gewicht von bis zu einem Kilogramm. Es ist kein Zufall, dass ich sie bereits zweimal mit Falken verglichen habe. Es geht um moderne Genforschung. Bis vor kurzem glaubte man, dass alle Greifvögel – Habichte, Adler, Geier, Falken – engste Verwandte seien. Doch neuere Forschungen haben etwas Überraschendes entdeckt.

Tatsache ist, dass alle Greifvögel einen gemeinsamen Vorfahren haben und dieser Vorfahre nicht nur Greifvögel, sondern auch Hühnervögel hervorgebracht hat. Besonders deutlich wird dies am Beispiel der Geier, deren Auswüchse denen von Truthahnkämmen ähneln. Alle Greifvögel haben einen gemeinsamen Vorfahren ... außer Falken. Falken und Papageien haben einen gemeinsamen Vorfahren. Und tatsächlich, wenn man sich kleine Falken wie den Falken oder den Turmfalken genauer ansieht, kann man eine allgemeine Ähnlichkeit in der Form feststellen.

Nun ja, Kea scheint eine Übergangsform zu sein. Er ist noch kein obligatorisches Raubtier geworden, aber er ist kein süßer Wellensittich mehr, der Körner frisst. Wie man so schön sagt, ist ein Papagei schlecht, wenn er nicht davon träumt, ein Falke zu werden 😉