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Titel: Pantanal: der in den größten Sümpfen der Welt lebt
Beitrag von: Admin in Mär 26, 2026, 01:22
Pantanal: der in den größten Sümpfen der Welt lebt.

Grüße Naturliebhaber der Erde. Heute gibt es in unserer Ausgabe einen kleinen Rückblick auf einen großen Ort. Dies sind vielleicht die größten Feuchtgebiete der Erde, die eine erstaunliche Welt voller Artenvielfalt hervorgebracht haben.

Dieses Gebiet liegt im Südwesten Brasiliens und wird Pantanal genannt, was aus dem Portugiesischen einfach ,,Sumpf" bedeutet. Die Fläche des Pantanal übersteigt einhundertfünfzigtausend Quadratkilometer! Das ist zwanzigtausend Quadratkilometer größer als die gesamte Fläche Griechenlands oder etwa die Fläche Litauens, Lettlands und Estlands zusammen.

Dieses Gebiet entstand durch das Auftreten einer großen Senke im Relief vor den Anden und ist im Wesentlichen ein riesiges Becken, in das mehrere Flüsse münden und ein gemeinsames Delta bilden.

Dieser Ort ist ein Hotspot der Artenvielfalt und Heimat von mehr als tausend Wirbeltierarten. Ich denke, dass niemand dort jemals wirklich Wirbellose zählen wird, da die Artenvielfalt der Wirbellosen um eine oder vielleicht zwei Größenordnungen größer ist.

Zu den bedeutendsten und gefährdetsten Arten zählen Jaguare, Riesenotter und der größte Papagei der Welt, der Hyazinthenara.

Im Allgemeinen zieht dieser Ort eine große Anzahl von Naturfotografen an, da Sie hier neben seltenen Arten auch weit verbreitete Arten sehen können, beispielsweise Wasserschweine oder paraguayische Kaimane.

Hier leben auch eine Anakonda-Art, ein Riesenameisenbär, ein Mähnenwolf, ein paar Dutzend Reiherarten, Ibisse, Löffler und tagaktive Greifvögel. Es gibt allein nur neunzehn Papageienarten!

Der größte Teil des Pantanal liegt in Brasilien, nur kleine Teile liegen in Bolivien und Paraguay. Darüber hinaus ist der bolivianische Nationalpark mit etwa zehntausend Quadratkilometern sehr groß. In Brasilien wurden zwei Naturschutzgebiete geschaffen: ein öffentliches und ein privates (etwas kleineres). Insgesamt bedecken alle drei Schutzgebiete etwa acht Prozent der Gesamtfläche der Ökoregion.

Das ist sehr wenig, da das Pantanal durch viele Faktoren ständig unter Druck steht: Fischerei, Wilderei, Abholzung, Abwasser, Pestizide und Herbizide, Waldbrände und der Bau von Wasserbauwerken. Wird dieses wundersame Weltwunder unsere Enkelkinder erreichen? Warten wir ab.